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Schöne Haut im Schlaf

Hundert Jahre schlief Dornröschen und war schöner denn je, als der Prinz sie wachküsste. Hundert Jahre schaffen wir im wirklichen Leben natürlich nicht. Aber guter und ausreichender Schlaf wirkt wie ein Schönheitselixier – auch für unsere Haut.

Während wir schlafen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren, um uns fit und gesund zu erhalten. Stoffwechsel und Immunsystem werden angeregt. Vor allem die Regenerationsprozesse, die während des Schlafs ablaufen, wirken sich belebend auf unsere Haut aus.

Hormone steuern den Schönheitsschlaf

Sobald es dunkel wird, schüttet unser Körper vermehrt Melatonin aus. Dieses Hormon steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Während des Schlafs stimuliert Melatonin die Ausschüttung eines Wachstumshormons, welches dafür sorgt, dass sich die Zellen regenerieren können. Wird diese Ausschüttung gestört, etwa durch Schlafmangel oder Schlafunterbrechungen, kann sich das an der Haut bemerkbar machen: Sie wird dünner und die Faltenbildung nimmt zu.

Regenerationsprozesse laufen vor allem während der Tiefschlafphasen ab. Die erste Tiefschlafphase tritt etwa eine Stunde nach dem Einschlafen ein. Um sie nicht zu stören, ist es wichtig, einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzuhalten. Dieser ist genau wie das Schlafbedürfnis bei jedem Menschen anders.

Ein „Schlaf-Tagebuch“ kann Ihnen dabei helfen, Ihren idealen Rhythmus herauszufinden. Notieren Sie abends, wann und in welchem emotionalen Zustand Sie ins Bett gehen. Morgens halten Sie kurz fest, wie Sie geschlafen haben. Wenn Sie dies einige Wochen machen, dürften Sie eine eindeutige Tendenz entdecken.

Melatonin hat außer der schlafsteuernden Wirkung auch antioxidative Eigenschaften. Das heißt: Es kann freie Radikale bekämpfen, die tagsüber durch Stress, UV-Licht und andere Umwelteinflüsse im Körper freigesetzt werden und den Stoffwechsel sowie die Zellen schädigen können. Diese Art der Zellschädigung gehört übrigens zu den häufigsten Gründen für vorzeitige Hautalterung.

So wird die Haut im Schlaf noch schöner

Selbst wenn uns der Alltag manchmal einen Strich durch die Rechnung macht, wir spät ins Bett kommen, uns die Probleme des Tages bis ins Bett verfolgen oder wir im Schlaf gestört werden – wir können einiges dafür tun, damit wir uns schön schlafen.

  1. Zur Ruhe kommen

Die Vorbereitung auf den Schlaf hat großen Einfluss auf die Schlafqualität. Etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen sollten Sie körperlich und geistig zur Ruhe kommen. Ob Sie etwas lesen, einem Hörbuch lauschen oder sich in aller Ruhe abschminken – Hauptsache, Sie beginnen nichts Auf- oder Anregendes mehr. Vermeiden Sie es, noch spät zu essen oder Alkohol zu trinken. Auch zu viel Sport am Abend kann am Einschlafen hindern.

  1. Gute Schlafatmosphäre schaffen

Sorgen Sie dafür, dass im Schlafzimmer frische, nicht zu kalte Luft ist. Schlafforscher empfehlen 18 Grad Celsius Der Raum sollte gut abzudunkeln sein, denn je dunkler es ist, desto mehr Melatonin schüttet der Körper aus. Verbannen Sie Licht- und Geräuschquellen aus Ihrem Schlafzimmer. Nachts kann auch das Leuchtdisplay eines Radios oder das Ticken eines Weckers stören. Gut ist es, wenn Sie einen optisch wie akustisch ruhigen Raum nur zum Schlafen nutzen können – der Alltag muss dann draußen bleiben!

  1. Gesicht sorgfältig reinigen

Achten Sie darauf, alle Reste des Tages von Ihrer Gesichtshaut sanft und sorgfältig zu entfernen. Wie Sie sich richtig abschminken, erfahren Sie » hier.

  1. Regenerative Nachtpflege auftragen

Nach der Hautreinigung tragen Sie großzügig eine reichhaltige Nachtcreme auf, die zu Ihrem Hauttyp passt. Pflegeprodukte mit zellaktivierenden Inhaltsstoffen unterstützen die Zellreparatur, die unser Organismus nachts vornimmt, besonders gut. Die Wirkweise so genannter Zellaktivatoren ist auch aus der medizinischen Behandlung von Verbrennungen bekannt, wo sie die Wundheilung beschleunigen. Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass auch Schlaf die Wundheilung fördert.

  1. Die richtige Schlafposition einnehmen

Auch wenn es noch so gemütlich ist: zusammengerollt auf der Seite oder auf dem Bauch zu schlafen, schadet der Gesichtshaut. Sie wird in den Kissen zusammengedrückt, Faltenansätze werden verstärkt und auch die Durchblutung und die Atmung der Haut leiden. Besser ist es, wenn Sie mit leicht erhöhtem Kopf auf dem Rücken schlafen. So kann Ihre Haut gut entspannen. Flüssigkeitsansammlungen, etwa unter den Augen, fließen besser ab oder entstehen erst gar nicht. Auch können Sie so Ihre Haut gut über Nacht mit einer Maske oder einer Ampulle pflegen. Die Wirkstoffe ziehen nach der Reinigung der Poren und in der Ruhe der Nacht nämlich besonders gut ein.

Für Ihren Schönheitsschlaf sollten Sie auch auf angenehme und frische Bettwäsche achten. Vor allem das Kopfkissen sollte idealerweise wöchentlich neu bezogen werden, um der Ansammlung von Bakterien vorzubeugen. Verwenden Sie einen Bezug aus Seide oder Satin – diese feinen, weichen Stoffe sind gut zu Ihrer Gesichtshaut, wenn Sie im Schlaf mal auf die Seite rollen!