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Hautpflege bei Heuschnupfen? So schützen Sie Ihre Haut vor Pollen!

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen – der Frühling ist endlich da. Für viele bedeutet das aber lästige Niesanfälle, brennende Augen und eine laufende Nase. Mittlerweile leiden ca. 15-20 % der Deutschen an den Folgen des Heuschnupfens. Was viele nicht wissen: Die kleinen fiesen Pollen gelangen auch über die Haut in unseren Körper. Besonders jetzt ist es wichtig den natürlichen Schutzschild der Haut aufrecht zu erhalten.

Strapazierte Haut verschlimmert die Symptome

Ausgelöst wird Heuschnupfen durch Blütenstaubteilchen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide, die sich in der Luft befinden. Besonders von April bis August heißt es dann vermehrt Taschentücher und Allergietabletten bei sich zu haben. Zu dieser Zeit ist die Konzentration der kleinen Pollen in der Luft nämlich deutlich höher. Glücklicherweise schwirren nicht alle Pollenarten gleichzeitig durch die Gegend und Betroffene müssen sich nur zu bestimmten Jahreszeiten auf eine gereizte Nase einstellen. Allerdings gelangen die Blütenstaubpartikel, wie meist vermutet, nicht nur durch die Schleimhäute in unseren Körper. Sie verschaffen sich sogar Zutritt über unser größtes Organ, die Haut. Durch eine strapazierte Epidermis gelangen die Plagegeister leichter durch die Hautzellen. Das Resultat: Die Symptome verschlimmern sich und die gereizte Haut beginnt zudem unangenehm zu jucken.

Halten Sie Ihren Hautschutz aufrecht

Ein gängiger Rat bei Heuschnupfen ist die abendliche Reinigung von Haut und Haaren vor dem Schlafengehen. Doch damit beginnt ein Teufelskreis, dem Sie bei ungenügender Hautpflege nur schwer entkommen. Denn durch häufiges Waschen trocknet Ihre Haut immer mehr aus und der natürliche Schutz geht verloren. Normalerweise bietet eine intakte, stabile Hautbarriere eine Art Schutzpanzer gegen Allergene. Schadstoffe wehrt sie gezielt durch ihren Säureschutzmantel aus Talg und Schweiß ab. Bei empfindlicher und strapazierter Haut kann dieser Schutz allerdings brüchig werden und die Pollen können besonders leicht in sie eindringen. Aber jetzt sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken! Denn bestimmte filmbildende Stoffe können diesen Schutz wieder aufbauen. Verschiedene Cremes geben der Haut ihre Feuchtigkeit zurück und bauen diesen Schutzpanzer auf natürliche Weise wieder auf.

Pollen fliegen länger und wirken aggressiver

Natürlich wird die Haut um die Nase herum auch durch ständiges Putzen immer röter und schuppiger. Daher sollten Sie vorbeugend eine entzündungshemmende Lotion hauchdünn auf die betroffene Stelle auftragen. Taschentücher mit integriertem Balsam helfen außerdem die Symptome zu lindern. Je besser Sie Ihre Haut pflegen, desto stärker kann sie auch unerwünschte Eindringlinge abwehren. Besonders wichtig ist dies, da der Pollenflug heutzutage meist länger andauert und er deutlich aggressiver wirkt. Und obwohl unsere Haut mit insgesamt drei Schichten recht dickhäutig erscheint, ist sie in Wirklichkeit bei ungenügender Pflege sehr anfällig. Für Allergiker gilt daher, neben einer medizinischen Behandlung der Pollenallergie, die Hautpflege so konsequent und routiniert durchzuführen wie das tägliche Zähneputzen. Dann können auch Sie entspannt den Frühling genießen und die Hautbarriere wird in Balance gehalten werden.

Diese Tipps sollten Sie bei Hautpflege bei Heuschnupfen außerdem beachten

  • Kleider bleiben draußen! Ziehen Sie die pollenbelastete Kleidung, wenn möglich, schon vor dem Schlafzimmer aus. Damit lassen Sie viele der Pollen einfach vor der Tür – für einen ruhigen Schlaf.
  • Bettwäsche häufig wechseln! Gerade im Frühling und Sommer öffnen wir gerne die Fenster im Schlafzimmer. Dadurch sammeln sich viele Pollen im Bettbezug an. Deshalb sollten Sie diesen häufiger wechseln.
  • Zeitmanagement! Zumindest größeren Pollenmengen können Sie aus dem Weg gehen, indem Sie auf die Zeit achten. Planen Sie Ihre Aktivitäten im Freien, denn die Pollenkonzentration in der Luft ist nicht zu jeder Tageszeit gleich. In Stadtgebieten ist die Pollenkonzentration zwischen 19 und 24 Uhr und auf dem Land morgens zwischen sechs und acht Uhr besonders hoch.
  • Auf nicht reizende Inhaltsstoffe achten! Verzichten Sie bei Cremes auf Konservierungsstoffe, ätherische Öle, Duft- und Aromastoffe. Aggressive Inhaltsstoffe in Kosmetika greifen die Hautbarriere nur zusätzlich an.
  • Vorsicht bei neuen Produkten! Testen Sie neue Pflegeprodukte sicherheitshalber erst einmal an einer kleinen Fläche Ihres Körpers aus.